Ein
weißer Fleck auf der Auto-Landkarte Deutschland ist verschwunden: Die
CAR style Hamburg hat sich nach ihrer dritten Auflage endgültig als die
große Schau rund um Tuning und den Spaß am Auto in Norddeutschland
etabliert. Das beweisen überaus zufriedene Aussteller, und vor allem
die Tatsache, dass für rund 20.000 Interessierte ein Besuch des
Hamburger Messegeländes ein wichtiger Bestandteil der Wochenendplanung
rund um den Tag der deutschen Einheit war. Über 300 Tuner, Clubs und
Unternehmen präsentierten auf rund 35.000 Quadratmetern ihre Angebote
und Neuheiten rund um das Auto. „Wir sind mit dem Gesamtverlauf sehr
zufrieden“, sagte Veranstalter Eckhard Stürck, Geschäftsführer der CAR
style Veranstaltungs-GmbH. „Ganz besonders freut uns, dass die Messe
bei allen Ausstellern so positiv angekommen ist“.
„Für
uns ist es sensationell gelaufen“, fasste Mathias Hühr, Geschäftsführer
von H&P Motortuning, den Messeverlauf zusammen. „Unser Stand war
immer sehr stark besucht.“ Interessiert waren die Besucher vor allem an
der „Powerbox“, mit der sich im Rahmen des sogenannten Chip-Tunings die
Leistung ohne tiefe Eingriffe in die Motor-Technik steigern lässt. „Wir
freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr.“
„Speziell
am Samstag, am Tag der Deutschen Einheit, waren vom Gefühl her bestimmt
ein Drittel mehr Besucher als im Vorjahr bei uns“, sagte Peter Höhn,
Inhaber des Unternehmens Pekatronik Elektronik Vertrieb. Themen, die
auf besonderes Besucherinteresse stießen, waren vor allem Alarmanlagen
sowie Systeme, die mit Satellitenhilfe auch ein gestohlenes Fahrzeug
orten können. „Diese Messe ist sehr wichtig für die Region.“ Und mit
Region meinte Höhn nicht nur das direkte Hamburger Umfeld: „Es gab auch
sehr viele Besucher aus anderen Bundesländern.“
Als
schlicht und einfach ‚bombastisch’ fasste Thomas Benthien, Inhaber von
B&S Car Audio die Besucherreaktionen zusammen. „Die Menschen in
Norddeutschland lechzen geradezu nach so einer Veranstaltung. Es gibt
einen sehr hohen Wissensbedarf. Die Leute wollen darüber informiert
werden, was sie kaufen können und was wirklich von guter Qualität ist.“
Auch am benachbarten Stand des Audio-Spezialisten Alpine brachte man es
noch einmal auf den Punkt: „Diese Veranstaltung ist wichtig für die
Region“, so Standleiter Lars Baier.
Publikumsmagnet
war auf der diesjährigen CAR style ein VW Scirocco in Polizeilackierung
mit Blaulicht, breiten Reifen und Spoilern. Der aufgemotzte Wagen
wirkte auf die Besucher wie ein Magnet: „Das Showcar hat die Besucher
zu uns an den Stand gebracht“, bestätigte Horst Huth,
Geschäftsstellenleiter vom Verband Deutscher Automobil-Tuner (VDAT).
Dort ging es aber nicht um Show, sondern um die Aktion „Tune it! Safe!“
Mit Hilfe des außergewöhnlichen Schaustücks will man auf das wichtige
Thema Sicherheit beim Fahrzeug-Tuning hinweisen. „Interessiert waren
die Menschen vor allem daran, welche Räder erlaubt sind, und was in
Zusammenhang mit Licht und Leuchten zulässig ist“, erklärte Huth.
Zusätzlich
hat sich die CAR Style auch zu einem Forum für die privaten
Auto-Enthusiasten und Clubs entwickelt, denen hier eine einmalige
Plattform geboten wird, ihre Klassiker und automobilen Schätze zu
präsentieren. Und dass in mancher Garage wirklich eine echte Rarität zu
finden ist, das zeigte sich ebenfalls: So kam der Hamburger Thomas
Zynda mit einem extrem seltenen Ford Capri – die Nummer Sieben von
insgesamt nur 200 im Werk aufgebauten Turbo-Capri aus dem Jahr 1982.
„Nach so einem Auto habe ich zwei Jahre gesucht.“ Am Ende der Messe
konnte Zynda das Gelände glücklich mit dem 188 PS starken Youngtimer
verlassen: „Es war wirklich schön und hat viel Spaß gemacht. Die
Besucher haben viel Interesse an dem Auto gezeigt.“
Auf
großes Interesse stieß auch das Rahmenprogramm der Messe. So wurden im
Rahmen des deutschen EMMA-Finales die besten Soundcars des Landes
prämiert. Und auch die Teilnehmer der DB Drag Weltmeisterschaft aus
ganz Europa zeigten bei ihrem Finale, zu was eine Soundanlage in einem
Auto in der Lage ist. Starke Nerven bewiesen die Profis des FALKEN
Drift-Teams, als sie mit ihren Sportwagen über den Parcours im
Freigelände drifteten